Zurück

Die Seriosität und Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens werden häufig über den ersten Eindruck auf der Website beurteilt. In den ersten Sekunden entscheidet sich schnell, ob ein Besucher bleibt, oder bei Google das nächste Suchergebnis anklickt. Ein professioneller Webauftritt unterstreicht die Kompetenz des eigenen Unternehmens, schafft Vertrauen und ist die digitale Basis für Akquise und langfristige Kundenbindung über das Internet.
Je nach Ausrichtung gibt es unterschiedlichsten Anforderungen an eine Website. Letztendlich geht es aber immer darum, die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens (oder der Marke) zu schärfen, das eigene Angebot zu kommunizieren und die Positionierung am Markt zu stärken. Um einen positiven & bleibenden Eindruck zu hinterlassen, hat der Auftritt im Internet verschiedenste Aufgaben zu erfüllen, denn die Laufkundschaft im Netz ist Content-Verwöhnt, leicht abzuschrecken und sehr vor Allem ungeduldig. Daher sollte ein Onlineprojekt umfangreicht geplant und sauber umgesetzt werden. Dabei spielen unterschiedlichste Faktoren eine Rolle.

Layout

Das Layout einer Website gibt die strukturelle Organisation von Inhalten vor. Je unübersichtlicher eine Website gelayoutet ist, desto schwieriger ist es, eine Orientierung über das Angebot zu bekommen. Das führt schnell zu Frustration und letztendlich zum Verlassen der Website.
Durch eine übersichtliche Aufteilung lässt sich die Struktur einer Webseite schnell durchschauen und verschafft einen klaren Überblick über die Inhalte.
So kann der Besucher auf den Ersten Blick einordnen, und nach Qualität und Relevanz bewerten. Durch aussagekräftige Icons lassen sich Inhalte visuell unterstützen. Mit interaktiven Elementen wie Accordions oder Tabs lassen sich auch komplexere Inhalte übersichtlich anordnen und bei Bedarf durch einen Klick aktivieren. Wie ein Layout aufgebaut ist, hängt immer von den jeweiligen Inhalten ab.

Design

Nicht mal eine Sekunde ist ausreichend, um zu entscheiden, ob eine Website emotional ansprechend ist, oder nicht. Entscheidend ist das Design.
Formen, Farben und Bilder werden innerhalb von Millisekunden wahrgenommen und unbewusst bewertet, ohne dass auch nur ein Wort gelesen wurde.
Daher sollte das Design einer Website optimal auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Interessant bei der Festlegung der Zielgruppen sind ein
erster Linie das Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Arbeitsumfeld, Einkommensniveau, Computeraffinität und die genutzten Geräte (PC mit DSL, oder Handy mit 56k Verbindung). Experimentelle Designs mit grellen Farben exotischen Schriftarten können beispielsweise Teenager ansprechen, Senioren aber wohl eher abschrecken.
Das Design einer Website hat gleich mehrere Aufgaben. Es spiegelt die CI des Unternehmens wieder, spricht Zielgruppen emotional an und muss dazu flexibel.
aufgebaut sein, um das gewünschte Look-And-Feel auch auf verschiedenen Endgeräten konsistent und einheitlich wiederzugeben.
Neben der emotionalen Komponente spielt das Design aber auch für die Navigation, die Suche und CTA (Call-To-Action) Elemente eine wichtige Rolle.
Besonders für Besucher, die nicht sehr häufig im Netz surfen sollten interaktive Elemente ein klassisches Design haben, um schnell deren Funktionalität zu verdeutlichen. Buttons zum Beispiel sollten eindeutig beschriftet sein, und sich als solche klar von anderen Elementen unterscheiden.

Usability

Usability wird allgemein mit Gebrauchstauglichkeit übersetzt. Je einfacher und intuitiver ein System zu bedienen ist, desto größer ist die Usability.
Eine gute Usability hinterlässt ein positives Surferlebnis und erhöht die Chance, dass ein Besucher wiederkehrt. Der umgekehrte Effekt macht sich allerdings viel deutlicher bemerkbar. Schlechte Usability führt schnell zu Frustration, Verwirrung und letztendlich zum Verlassen der Website. Für die Optimierung der Usability gibt es verschiedene Ansätze, die mehr oder weniger gut messbar sind. Technische Hürden lassen sich ganz klar identifizieren. Dazu gehören:
Performance & Ladezeiten
Die Ladezeit einer Website ist ein entscheidender Faktor für die Absprungrate der User, die im Allgemeinen extrem ungeduldig sind. Hohe Bouncerates durch zu lange Ladezeiten können nicht nur Conversion kosten, sondern werden auch von Suchmaschinen als Kriterium für das Ranking auf den „SERP’S“ (Search Engine Result Pages) herangezogen. Optimieren lassen sich Ladezeit und Performance unter anderem durch den Einsatz moderner Technologien wie serverseitiges Caching, asynchrones Nachladen von komplexeren Inhalten (Ajax), verlustfreie Kompression von Bildern oder performante CSS Techniken. Grade bei der Nutzung auf Mobilen Endgeräten wird besonders deutlich, was eine Ladezeit Optimierung ausmachen kann.

Funktionalität & Technik

Dass die Technik einer Website fehlerfrei funktionieren sollte, versteht sich von selbst. Anzeige- und Darstellungsfehler lassen sich durch umfangreiches Testing schnell identifizieren und beheben, und sollte unbedingt vor dem Live-Going stattfinden. Inhalte nicht korrekt nutzen zu können ist wahrer Conversion Killer. Aber auch eine übersichtliche Strukturierung lassen sich durch den durchdachten Einsatz von Accordions, Tabs oder Off-Canvas Elementen unterstützen.

Navigation & Suche

Die Navigation ist eines der wichtigsten Elemente einer Website. Sie muss sich als zentraler Wegweiser eindeutig von den restlichen Inhalten abgrenzen, einfach zu bedienen sein, und durch einen klaren Aufbau leicht verständlich sein. Kurze und aussagekräftige Bezeichnungen sind ebenso wichtig wie eine übersichtliche Gestaltung und eine fehlerfreie Funktion. Je nach Struktur und Verschachtelung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Usability der Navigation zu optimieren. Wie eine Navigation letztendlich die Benutzerfreundlichkeit steigern kann, hängt immer von der Zielgruppe, den Inhalten und der Verschachtelungstiefe ab. Es kann beispielsweise Sinn machen, trotz einer vielschichtigen Navigation nur einige elementare Punkte aufzuführen, um den User durch zu vielen Optionen nicht zu überfordern. Andererseits kann eine ausgewogene Navigation Struktur auch durch ein Megadropdown unterstütz werden, das alle Navigationspunkte direkt und übersichtlich ausgibt, so dass jeder Punkt durch einen Klick direkt ansteuerbar ist.
Die Suche ist nicht immer zwingend für eine Website notwendig. Je nachdem, wie umfangreich eine Website ist, kann sie auch u.U. komplett weggelassen werden, sofern alle Inhalte allein durch die Navigation und interne Querverweise leicht erreichbar sind. Für komplexere Seiten, die auf eine gut funktionierende Suche angewiesen sind, ist es aber wichtig, dass diese prominent platziert ist, und der Zielgruppe entsprechen ausgestaltet ist. Fehlertoleranz, Autocomplete und Entscheidungshilfen unterstützen beim Auffinden bestimmter Inhalte und minimieren die Wahrscheinlichkeit, durch Tippfehler auf leeren Suchergebnisseiten zu landen.

Mobilität und Flexibilität

Die Bandbreite an Geräten, mit denen heutzutage im Internet gesurft und eingekauft wird, erstreckt sich von Smartphones, Tablets, Notebooks bis hin zu riesigen 27‘‘ iMacs mit Retina Display und Smart TV Geräten mit Internetanbindung. Egal mit welchem Gerät eine Website aufgerufen wird – der Benutzer erwartet, dass sie genauso nutzbar ist, wie die Desktop Version. Aber auch das Look And Feel sollte crossmedial konsistent sein, so dass wiederkehrende User die Website schnell wiedererkennen können.
Um eine Website auf mobile Endgeräte zu optimieren, gibt es verschiedene Ansätze, die alle Ihre Vor- und Nachteile haben.

Responsive Design

Aktuell im Trend liegt das Responsive Design, was oft mit „reagierendes Webdesign“ übersetzt wird.
Damit ist gemeint, dass ein Design sich Bildschirmbreiten, -Auflösungen und Endgeräten anpassen kann.
Es ist flexibel und erlaubt eine optimale und gleichbleibende Bedienbarkeit auf verschiedenen Endgeräten – obwohl für alle Geräte der selbe Quellcode ausgeliefert wird. Und genau hier liegt einer der Vorteile: Es wird prinzipiell nur eine Seite Entwickelt, die sich dynamisch anpasst. Das minimiert den redaktionellen Aufwand der Pflege von Inhalten, beschleunigt die Entwicklung und bietet auch SEO technisch den Vorteil, das URL Strukturen einheitlich bleiben, im Gegensatz zu einer separaten mobilen Version, die beispielsweise unter einer Subdomain erreichbar ist. Der Nachteil liegt darin, dass Alle Anweisungen für die verschiedenen Anpassungen mit ausgeliefert werden, auch wenn Sie nur Teilweise oder gar nicht zum Tragen kommen. Häufig werden massive Slider oder komplexe Applikationen mitgeladen, die für die Anzeige auf Smartphones einfach ausgeblendet werden. Das kostet unnötig natürlich Ladezeit und Performance.

Eine separate Mobile Version

Eine eigenständige Website, die speziell für für Smartphones & Co optimiert ist, bietet den Vorteil, dass Design und Funktionalität exakt auf die jeweiligen Endgeräte zugeschnitten werden können. Es wird nur das ausgeliefert, was tatsächlich zur korrekten Darstellung der Website notwendig ist. Allerdings muss die optimierte Version von Grund auf separat entwickelt werden, und auch inhaltlich separat gepflegt werden. Da sie unter einer anderen Domain erreichbar ist, inhaltlich aber mehr oder weniger denselben Content liefert, ergeben sich weitere Probleme im Bereich Suchmaschinenoptimierung, die mit entsprechenden Maßnahmen wie Canonical- oder Metatags in den Griff zu kriegen sind.

Ein eigenes Layout laden

Ein Kompromiss kann erreicht werden, wenn eine Website dynamisch Inhalte, Styles und Funktionalitäten nur in Abhängigkeit von Auflösung, Bildschirmbreite und Gerät asynchron nachlädt, oder durch Conditional Statements spezifische Ressourcen geladen werden. Aber auch hier erhöht sich der Pflegeaufwand, da für eine effektive Optimierung Inhalte, Funktionalitäten und Bilder redundant für verschiedene Auflösungen erstellt werden müssen.